Strahlerseite

Endlich hatte ich nach zwei Jahren wieder etwas mehr Zeit die Mineralieninfo in Bramberg zu besuchen und es hat sich gelohnt! Die Ausstellung und Vortragsauswahl war meiner Meinung nach besonders gelungen, was sich auch an den vielen Besuchern zeigte. Was zugegeben eher eine seltenheit geworden ist! Absolut empfehlenswert und sollte von jedem alpininteressierten Sammler besucht werden! Unter der Galereie findet Ihr noch die Rede vom Obmann der Pinzgauer Mineraliensammler, Erwin Burgsteiner zur Orientierung.

 

Rede von Erwin Burgsteiner als Orientierung

Nach einem langen und intensiven Winter stecken wir wieder vorsichtig unsere Nasen unter der dicken Schneedecke hervor und freuen uns über die Wärme, die langsam auch bis in die Berge vordringt. Alles ist wieder gewöhnungsbedürftig und es wird noch eine Weile dauern, bis wir Touren der Steine wegen unternehmen können.
Es hat sich einiges getan seit dem vorigen Jahr. Einschneidend war, dass sich die Form unserer Bewilligung im NP geändert hat. Anfangs waren wir skeptisch, aber das Citizien-Sience-Projekt war im ersten Jahr durchaus erfolgreich – wie uns der Nationalparkdirektor DI Wolfgang Urban versichert hat. Einige Korrekturen und Hinweise wird es geben, aber es gestattet uns die Ausübung unserer Tätigkeit, die Sammelergebnisse werden wissenschaftlich erfasst und die Auflagen sind durchaus erfüllbar. Demnächst werden die Anmeldungen im Nationalparkzentrum in Mittersill möglich sein – in der letzten Ausgabe der Vereinszeitung wurde darüber berichtet. Hinter dem Projekt stand und steht auch die zuständige Landesrätin und LH-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler. In der jüngsten Ausgabe der Pinzgauer Nachrichten wurde an alle Politiker, die sich der Wahl stellen, die Frage herangetragen, was sie für echt pinzgauerisch halten. Dabei hat Frau LH Dr. Rössler geantwortet: die Bramberger Kristalltage! In einer Woche gibt es die Wahlen zum Salzburger Landtag und wir sind zuversichtlich, dass sich die kommende Regierung – in welcher Konstellation auch immer – hinter die Steinsucher stellt.
Es ist für uns von großer Bedeutung, dass der Nationalpark das Thema Mineralien aufgegriffen hat, vor allem aber, dass alle Bürgermeister der Region – allen voran der Obmann des Gemeindebundes und auch die Politiker bis hinauf zum Landeshauptmann das Sammeln von Mineralien als kulturelle und wissenschaftlich fundierte Tätigkeit sehen und einen Nutzen darin erkennen. Dass den Mineralien der Status eines Kulturgutes zukommt, so wie wir das immer vertreten haben, ist nicht zuletzt das Ergebnis einer beharrlichen Tätigkeit des Vereins. Es kommt deshalb nicht von ungefähr, wenn auf der Titelseite der Zeitschrift „Volkskultur“ die Mineralen und unsere letztjährige Mineralien-INFO beschrieben werden. Es war ein großer Erfolg, dass im vergangenen Herbst das Habachtal bei der Fernsehsendung „Schätze – 9 Plätze“ zweiter Bundessieger geworden ist. Die Smaragde haben dabei eine wichtge Rolle gespielt.
 
Dass diese neuen Schritte und der Konsens bei der Genehmigung möglich waren, dafür bedanken wir uns bei Dr. Astrid Rössler,  DI Wolfgang Urban und seinen Mitarbeitern und hoffen, dass es genauso gut weiterläuft, wie es im ersten Jahr begonnen hat. Wir Steinsucher greifen nicht in die Ökologie eines Gebietes ein, auch das haben wir stets erklärt und dafür auch den Beweis antreten können. Wir haben auch stets betont, dass es unser Ansinnen ist, gut mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen.
 
Mit den Vertretern des Ruhegebietes Zillertal haben wir eine Übereinkunft getroffen. Walter Ungerank hat die Kontakte hergestellt und es ist ein gutes Gespräch und ein gutes Abkommen geworden – nachzulesen in unserer Vereinszeitschrift.
Eine große Kraftanstrengung haben wir uns für heuer vorgenommen. Wir werden die Vitrinen umgestalten. Dafür hat es schon viele vorbereitende Überlegungen gegeben, dennoch haben wir es nicht mehr geschafft, vor der Mineralien-INFO alle Vitrinen farblich umzurüsten und mit neuer Lichttechnik zu versehen. Bei einer kleinen Gruppe von Steinsuchern und Experten bedanke ich mich jetzt schon für das enorme Engagement. Zwei Kästen sind farblich schon anders und wir werden uns für die Farbe Schwarz entscheiden.
Weiters wird es neue Vereinsausweise geben, die wir im Mai zusenden werden.
Ich freue mich besonders, dass der Tourismusverein Bramberg / Neukirchen Interesse an den Mineralien bekundet und zukünftig an den Veranstaltungen der Landesgruppe aktiv teilnimmt. Großartig unterstützt wurden wir eh schon immer und die gute, unkomplizierte Zusammenarbeit ist ein wesentliches Fundament dieser Veranstaltung.
Ähnlich unterstützt werden wir auch von der Gemeinde Bramberg – wir treffen immer auf offene Ohren – vielen Dank dafür! Ein großer Dank geht auch an das Team des Gasthofes/Hotel Senningerbräu – wo wir uns sehr daheim fühlen.
All das zeigt, dass auch während und  nach einem langen Winterschlaf emsig gearbeitet wird, damit wir einerseits unserem Hobby wieder nachgehen können und andererseits die Öffentlichkeit davon profitiert. Die Mineralien haben ein großes Potential und eine Magie, der man sich nur schwer entziehen kann, wenn alle zusammen die Weiterentwicklung geschehen lassen und vielleicht sogar fördern. 
 
Ich danke allen für ihr Kommen und die langjährige treue Verbundenheit und freue mich über das rege Interesse - den Steinsuchern wünsche ich eine erfolgreiche und vor allem unfallfreie Sammlersaison und allen zusammen wünsche ich ein herzliches „Glück auf“für alle Dinge des Lebens.

Das Jahr 2017 begann für die Kristallsucher in den schweizer Alpen wesentlich früher als üblich. Als wir Anfang Juli das erste Mal zu unserem Biwak aufstiegen um zu prüfen ob der Winter und das Eis irgendwelche Schäden hinterlassen haben, trauten wir unseren Augen kaum. Der Gletscher war beinahe schneefrei und an den südlich ausgerichten Pfeilern waren bereits einige neue Felspartien freigelegt. Unsere Vermutung (und Hoffnung) bestätigte sich also! Da wir auch noch das unverschämte Glück hatten als Erste vor Ort zu sein, fanden wir bereits bei unserer Erkundungstour zwei offene Klüfte. Es handelte sich dabei um eine neue Zone mit ungewöhnlicher Paragenese von Ilmenit, Chloritphantomen und leicht rauchigem Bergkristall. Nach diesem überraschend einfachen und schnellen Erfolg beschlossen wir das Jahr 2017 den Gletscherrändern zu widmen - was sich als weiser Entschluss herausstellen sollte. Einen großen Haken hatte diese Art des Strahlens jedoch: Durch die extrem heißen Temperaturen, im Wechsel mit Schauern und Gewittern, war es kaum möglich längere Zeit am Stück im hochalpinen Gelände zu verbringen. Ausserdem verabschiedete sich der Permafrost aus den Nordwänden (nicht nur) unseres Strahlergebietes. Steinschlag war dort unser ständiger Begleiter. An einer Kluft mit schönen aber kleinen Gwindeln und Fadenquarzen brach ein ganzer Pfeiler binnen Sekunden ab. Die herabfallenden Steine zeigten einem wie Nahe Erfolg und ein fataler Fehler beieinander liegen - und welchen Weg man als Strahler bei einem solchen Fehler nehmen würde. Letzten Endes brachen wir unsere Tour in diesem Gebiet ab, auch wenn die Verlockung groß war. Es wird wohl noch etwas Geduld und einen kühlen Sommer brauchen um dort weiter zu arbeiten... in jedem Fall war es ein genialer Sommer, nicht zuletzt durch Tobi, der den ganzen Sommer frei hatte! Leider nur alles viel zu schnell vorbei...

Diese Galerie soll die Vielseitigkeit und Schönheit der schweizer Quarze zeigen. Viel Spaß mit den ausgesprochen schönen Bildern von Christian Hager...

Lang erwartert und nun ist es endlich wieder soweit! Die 51. Mineralienbörse in Disentis öffnet am 2/3.August ab 11.00 Uhr (Sonntag 10 Uhr) wieder ihre Tore. Auf einer der größten und wichtigsten Mineralienbörsen für schweizer Mineralien warten diesmal eine Rekordzahl an Ausstellern darauf ihre alpinen Kristalle dem Publikum zu präsentieren. Die diesjährige Sonderschau ist dem Thema GWINDEL & FADENQUARZE aus der Region gewidmet - Wir dürfen gespannt sein! Mineralien Surselva wird natürlich auch wieder auf der Börse vertreten sein. An unserem Stand zeigen wir ausgewählte Neufunde und klassische Stufen aus alten Sammlungen. Passend zur Sonderschau werden wir zahlreiche Gwindel in ausgesuchter Qualität erstmals anbieten!

Nachdem ich im Herbst 2013 meine bisherige Arbeitsstelle in der Cavradischlucht aufgegeben hatte, entschied ich mich im Zentrum der Hämatitzone von Neuem zu beginnen. In den ersten Tagen war natürlich allerhand Schutt von den "Bänken" zu räumen und Seile anzubringen um die Arbeitsstelle für die Strahlersaison zu sichern. Doch die Arbeit zahlte sich bereits nach 4 Tagen in Form einer ersten kleinen Kluft aus. Die Kristalle hatten eher bescheidene Größen, waren jedoch von schöner Qualität... diese Galerie wird über das gesamte Jahr weiter ergänzt, die Berschreibungen sind in Zukunft direkt bei den Bildern zu lesen! Viel Spaß und eine erfolgreiche Strahlersaison 2014!

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