Mineralientage in München 2009 (30.10 bis 01.11.2009)
Dieses Jahr waren die Riesenkristalle, geborgen durch Franz von Arx und Elio Müller, die
Sensation im Alpinbereich der Münchner Mineralientage. Die über 1 m langen Bergkristalle sind in den Alpen
einmalig. Ich muss sagen, dass mich die Qualität überraschte. Bei dieser Größe hatte ich sie mir schlechter vorgestellt!
Die Mineralientage waren jedenfalls ihren Besuch wert und trotz Wirtschaftskriese blieben die Besucherzahlen
auf dem Niveau des Vorjahres.
Bei meinem kleinen Börsenbericht werde ich mich ausschließlich auf den Alpinbereich
beschränken (da Thema dieser Homepage)


Links im Bild: Der junge Strahler Elio Müller, der mit dem letzten Jahr zufrieden sein dürfte! Franz von Arx (rechts)
und Paul von Känel ( Partner bei der Arbeit an der Kluft bis 2008) stießen auf die riesige Kluft vor fast 15 Jahren.
Seit dem öffneten Sie 3 große Hohlräume, der letzte übertraf an Kristallgröße alles bisherige.

Dieser gut halbmetergroße Kristall ist mit schönsten Rosafluoriten besetzt, die Farbe ist nicht besonders intensiv, jedoch
sind die Kristalle relativ scharfkantig. Es sieht fast aus als hätte jemand eine Tüte Gummibärli über den Kristall geschüttet...

Faustgroße Fluorite vor schönster Kulisse. Die intensive Farbe überzeugt!

Für mich das Highlight bezogen auf Fluorit: Der etwa 10 cm große Kristall hat im Inneren ein Chlorit-Phantom.
Man sagt es selten, aber: Dank an den Chlorit!

Wasserklare Kristalle...und es ist eben nicht der Bergkristall der "nur" ein paar cm hat!

Sehr schönes Stück, die leicht "samtigen" ca. 3cm großen Fluorit-Kristalle passen perfekt auf den Kristall

Die Aussage "Groß aber eben nicht schön" kann man in diesem Fall vergessen

Rauchquarze aus dem Mt. Blanc Massiv

Auch die französischen Strahler waren dieses Jahr gut vertreten, an diesem Stand fand man fast ausschließlich Rosafluorit.

Dieser Fluorit auf Rauchquarz wurde 2008 von Hubert Fink und Ludwig Rasser in den Felswänden des Hocharn gefunden.

Auch in den über 40 Sammlervitrinen gab es manchen Schatz zu entdecken. Dieses Rauchquarzgwindel ist im
unteren Teil von hochglänzendem Hämatit "eingezuckert". Vitrine von Mathias Benz

Wunderbares Bergkristall Gwindel aus der Schweiz (ich vermute NEAT)
(leider habe die weiteren Infos zum Stück gelöscht...)


Am Stand der Gebrüder Hofer wurden einige wunderbare Epidote aus der Knappenwand und viele weitere
Neufunde aus den Alpen gezeigt. Gestärkt wurde...

Über einen Meter große Bergkristallstufen verleiteten jeden Sammler zum träumen. Fund: Arx

Ca. 3cm hoher Milarit aus dem Südtiroler Windtal. Gezeigt wurde der Kristall in der
Sonderschau Südtirol "Vom Berg in die Vitrine". Neben dem Bezug zum Bergbau
wurden ca. 300 schöne Mineralstufen aus Südtirol präsentiert.

Doch auch unsere österreichischen Nachbarn hatten einiges zu zeigen. Diese Virine, gefüllt mit schönen Funden aus der Rauris, zog ebenfalls zahlreiche Blicke auf sich. Der ca.10 cm große Fluorit vom Hocharn und große Bergkristalle mit Euklas sind ein Beispiel.

Beim Blick in den Equit fand der Sammler zufällig eines seiner Stücke aus der Sammlung wieder. In dem Buch stand
in etwa die Jahreszahl 1870. Wieder ein Beweis: Der Strahler zerstört nicht -er schützt die Schätze der Natur für die Nachwelt.
Frost oder Steinschlag hätten den Kristall schon lange zerstört.

Auch ein wunderschöner Fluorit vom Planggenstock


Titanit-Neufund aus der Eiskögele Nordwand. Gesehen bei den Gebrüdern Hofer.


...der Sammler durch Käse und Speck aus dem Pinzgau. Es hat sich am Stand der Hoferbrüder
mittlerweile eine kleine Strahlerecke etabliert, in der neues aus der vergangenen
Saison diskutiert und manche Anekdote erzählt wurde.